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Entenlacke

Diese von Wasser und Wald geprägte Landschaft vermittelt einen Eindruck von den Kräften der Natur.

Entwicklungsziel

Es soll ein möglichst naturnaher Auwald mit offenen vernetzten Wasserflächen und extensiv genutzten Feuchtwiesen entstehen bzw. erhalten bleiben.

Kurzbeschreibung der Fläche

Mühlviertel, Bezirk Perg, Gemeinde Saxen, 11.8 ha, Eigentum der Stiftung für Natur, betreut seit 2011

Nördlich der Donau erstreckt sich in der Gemeinde Saxen entlang der Donau ein breiter Auwaldgürtel, der stellenweise durch Wiesen- und Ackerflächen aufgelockert ist. Zusätzlich sind zahlreiche Auengewässer vorhanden. Entlang der Donau sind trotz Nutzung und wasserbaulicher Eingriffe Reste von naturnahen Silberweidenauen (Salix alba) vorhanden. Großflächig wurde der Auwald in Pappelkulturen (Populus spp.) und stellenweise in Silberweidenforste umgewandelt. Ehemalige Auwiesen mussten Maisäckern oder ebenfalls Pappelkulturen weichen. Durch die fehlende Gewässerdynamik sind die Reste der Weichholzauen (Purpur-Weiden (Salix purpurea) in ihrem Bestand gefährdet. Die Auengewässer sind von der Donau abgeschnitten und verlanden stark. Sie beherbergen aber die naturschutzfachlich wertvollsten Pflanzenarten des Machlandes.
Hier wurde eine Reihe von Flächen, die mosaikartig im Gebiet verstreut liegen, sich aber vorwiegend bei der Entenlacke befinden, erworben. Die bereits angekauften Flächen bestehen sowohl aus Auwald, Feuchtwiesen als auch aus Wasserflächen. Es ist geplant, in Kooperation mit dem Verbund, ein größeres zusammenhängendes Gebiet um die Entenlacke naturnahe zu erhalten bzw. durch eine verstärkte Vernetzung mit der Donau wieder zu reaktivieren.

Schutz und Management

Hybridpappelkulturen werden entfernt, damit ein standortgemäßer und vielfältigerer Auwald entstehen kann. Dieser soll dann außer Nutzung gestellt werden. Unter anderem soll dadurch das Totholzangebot erhöht werden. Stellenweise werden Bäume entfernt, um dem Rückgang des Schilfes (Phragmites australis) entgegenzuwirken. Zudem wird versucht, eine ursprüngliche naturnahe Nutzungsform im Auwald, nämlich die Kopfweiden, zu fördern. Dazu werden einige Weiden (Salix spp.) in zirka einem Meter Höhe abgeschnitten und dann die Neuaustriebe immer wieder geschnitten, damit sich diese zu Kopfweiden entwickeln können. Bestände des eingeschleppten Japanischen Flügelknöterichs (Fallopia japonica) werden durch häufige Mahd und durch Förderung von Weiden - diese sollen den Knöterich stark beschatten - bekämpft. Ansonsten würde sich diese Art stark ausbreiten und große Flächen überwuchern.

Schutzgüter

Die verschiedenen Auwaldtypen wie Erlen-Eschen-Auwald und Eichen-Ulmen-Eschen-Auwald sind neben den verschiedenen Gewässern, Schilfflächen und Schlammfluren wichtige Schutzgüter bei der Entenlacke. Der Biber (Fiber castor) findet hier optimale Bedingungen und darf hier als Landschaftsgestalter tätig sein. Für die Fortpflanzung nutzen die Gelbbauchunke (Bombina variegata) und der Kammmolch (Triturus cristatus) die Gewässer. An den Gewässern halten sich Silberreiher (Ardea alba), verschiedenste Enten und andere Wasservögel auf. Viele Libellenarten, darunter der seltene Östliche Blaupfeil (Orthetrum albistylum) besiedeln ebenfalls das Gebiet.